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Gundlachs Beitrag zur Malakofauna Kubas
José Fernández Milera, Liana Bidart, María de los Angeles Feijoó und Amarilys Correoso

Zusammenfassung
Zur Molluskenfauna Kubas gehören heute 2971 Arten, die zu 814 Gattungen, 255 Familien, 35 Ordnungen und 6 Klassen gehören. Der berühmte deutsche Zoologe Johann Gundlach hat wesentlich zu ihrer Erforschung beigetragen. Er entdeckte 136 Landschnecken, die zu 14 Familien, 14 Unterfamilien, 54 Gattungen und 41 Untergattungen gehören. Die meisten davon, nämlich 55 Arten gehören zu den Urocoptinae und 52 Arten zu den Annulariidae.


Cittarium pica ist eine bis 8 cm große Meeresschnecke, die ihr Gehäuse mit einem Deckel (Operculum) verschließt.
[Foto: Dathe, 1984] (S. 172)

Die Liste der von Gundlach gesammelten Schnecken, die zur Beschreibung neuer Arten führten, bildet das Kernstück der vorliegenden Arbeit. Gundlach übergab die gesammelten Mollusken seinen Kollegen Ludwig Pfeiffer, Rafael Arango, Felipe Poey u.a. zur Bestimmung. Im Falle einer Neubeschreibung gewährten sie ihm die Ehre des Entdeckers. Gundlach behielt Duplikate aller Arten für seine eigene Sammlung.

Heute befindet sich seine historische Sammlung mit insgesamt 5006 Exemplaren mariner, fluvialer und terrestrischer Mollusken im Institut für Ökologie und Systematik in Havanna. Derzeit werden sie katalogisiert und mit den heutigen Nomina ausgewiesen. Die Sammlung wurde vor mehr als 100 Jahren angelegt und seitdem nicht wieder überprüft.


Riesenflügelschnecke (Strombus gigas) mit Fuß und Augenstielen.
[Foto: Dathe, 1984] (S. 173)

Besondere Bedeutung haben einige Exemplare der Archaegastropoden, marine Mollusken, deren Vorgänger im Kambrium vor 500 Millionen Jahren lebten und sich bis heute erhalten konnten. Unter den terrestrischen Mollusken sind insbesondere die Heliciniden, die älteste Landschneckenfamilie, sehr zahlreich vertreten. Von ihr leiten sich die stammesgeschichtlich jüngeren Helmithoglyptiden ab, zu der auch die besonders farbenprächtigen Arten der Gattung Polymita gehören.

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